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Kanada – Der Osten

23. November 2012 2.431 Leser 0 Kommentare

Montreal Nach einem problemlosen Flug landen wir gegen Mittag Ortszeit in Montreal. Es ist Ende August und wir sind überrascht, wie warm es hier im Gegensatz zu Deutschland ist.

Mit unserem feuerroten Leihwagen Toyota RAV 4 machen wir uns auf die Suche nach der Auberge de Pomerol. Wir finden sie schnell, checken ein und gehen auf eine kurze Schnuppertour in die nahegelegene St. Catherine Street. Die Boulevards St. Catherine und St. Laurent sind die größten Einkaufsstraßen Montreals und verbinden praktischerweise gleich mehrere Einkaufszentren. 11 km Einkaufsstraßen mit über 1600 Geschäften und 200 Restaurants liegen unter der Erde.

Die Zeitverschiebung holt uns ein und wir sinken müde ins Bett.

Montreal – der nächste Tag

Am Morgen erwartet uns ein strahlend blauer Himmel. Unser Frühstück hängt in einem Picknickkorb vor der Tür, so dass wir im Zimmer frühstücken können. Unser erstes Ziel ist der Mont-Royal, Montreals Hausberg, von dem man eine fantastische Sicht auf die Stadt hat. Wir besuchen den riesigen Friedhof, wo alte Grabsteine Familiengeschichten erzählen. In Vieux Montreal besichtigen wir die Kathedrale Notre Dame und laufen zum Hafen.

Mit dem Auto geht es kreuz und quer durch Montreals verschiedene Neighbourhoods. An einem Seitenarm des St. Lorenz-Strom setzen wir uns ans Wasser und genießen die Sonne. Am Abend zieht es uns in die unterirdischen Shoppingmalls.

Reise zum St. Lorenz Strom

Sankt-Lorenz-Strom

Es ist sehr warm, als wir am nächsten Morgen nach Norden am St. Lorenz-Strom entlang nach St. Jean des Piles fahren. Unsere Unterkunft, die Auberge du St. Maurice, ist recht rustikal, ein Holzhaus mit Gemeinschaftsdusche und -toilette. Schnell fahren wir weiter in den Nationalpark La Maurice, wo schöne kanadische Landschaften – Wälder und Seen – uns erfreuen. Leider sehen wir keine Tiere. Im Restaurant Boreal bekommen wir ein gutes Essen und da Damentag ist, auch noch 15 % Rabatt.

Quebec

Am Morgen holen wir uns unser Frühstücksei aus dem Hühnerstall und nachdem wir das Problem mit der Kaffeemaschine gelöst haben, können wir gemütlich frühstücken. Wir setzen uns noch ein Stündchen an den See und genießen die Aussicht. Der Himmel ist heute bedeckt.

Quebec

Schließlich machen wir uns auf den Weg nach Quebec. In einer netten Patisserie am St. Lorenz-Strom genießen wir den köstlichen Apple Pie und staunen, wie breit der Strom hier schon ist. Unser Hotel Terrasse Dufferin in Quebec liegt, wie der Name verspricht, direkt an der Terrasse Dufferin. Wir haben ein sehr hübsches Zimmer. Da müssen wir nicht bedauern, dass wir nicht im nebenan liegenden gewaltigen Chateau Frontenac übernachten. Für unseren Stadtbummel ziehen wir uns leicht an, denn die Sonne ist wieder da und es ist sehr warm. Quebec ist eine richtige Touristenstadt, viele schöne Ecken und Ausblicke.

Unser Frühstück nehmen wir auf der winzigen Hotelterrasse mit Blick über den Strom ein. In der Zitadelle findet um 10 Uhr die Wachablösung statt. Was für ein farbenfrohes Spektakel unter blauem Himmel! Von ganz oben geht es jetzt mit der Funiculare in die Ville Basse, die historische Altstadt. Wir bummeln durch die Gassen zur Markthalle, erstehen Brot, Tomaten, Käse und Erdbeeren, setzen uns ans Wasser und lassen es uns schmecken.

Weiter entlang des St. Lorenz Stroms

Der folgende Tag beginnt sonnig, aber über dem St. Lorenz-Strom ziehen dunkle Wolken auf. Weiter geht es nach Norden mit Stopp im Parc de la Chute Montmorency. Wir machen den Rundgang um den Wasserfall, der mit 80 Metern Höhe sehr beeindruckend ist.

Einfamilienhäuser säumen den Boulevard Sainte-Anne. In der Ortschaft Sainte-Anne-de-Beaupré wird die riesige Basilika jährlich von rund einer halben Million Pilger besucht. Uns ist der Rummel zu viel und wir suchen die Ruhe am Cap Tourmente, einer National Wildlife Area. Ruhe gibt es en masse, aber leider keine Seevögel, sie rasten hier erst einen Monat später auf ihrer Durchreise nach dem Süden.

In Baie St. Paul übernachten wir im Motel Aux Portes du Soleil. Nach einem guten Frühstück im Petit Regale fahren wir am nächsten Morgen in den Parc National des Grands Jardins. Auf dem Weg kommen wir an einer Käserei vorbei, wo wir würzigen Schafskäse erwerben.

Man sollte auf jeden Fall immer gut mit Essen und Trinken versorgt sein, wenn man in die Nationalparks fährt. Oft gibt es dort keine Möglichkeiten, einzukehren.

Große Flächen Irisch Moos bedecken den Waldboden. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ansonsten auch hier – Wald, Seen, Wälder, Einsamkeit, Ruhe – aber keine Tiere weit und breit zu sehen. Wir durchqueren den Park bis zum Nordausgang und landen auf einer abenteuerlichen, unbefestigten aber breiten Straße. Es dauert ein Weilchen, bis wir wieder eine offizielle Staatsstraße erreichen. Den Abend beschließen wir mit Salat aus dem Supermarkt auf unserer Terrasse, bis uns die Mücken vertreiben.

In Port au Persil besuchen wir eine historische Papiermühle und erwerben schöne Mitbringsel aus handgeschöpftem Papier.

Schnurgerade Straßen mit Gefalle bis zu 18 Prozent bringen uns zur Fähre über den Sagueneyfjord und zur nächsten Fähre in Les Escoumins, wo wir zur gegenüberliegenden Seite wechseln. Es ist inzwischen recht frisch geworden, und wir gehen für die 1 ½stündige Überfahrt nach Trois Pistoles unter Deck. Plötzlich wird es unruhig, Wale werden gesichtet.

Die Leuchtturm-Insel

In Riveire du Loup übernachten wir im Hotel Auberge de la Pointe. Der nächste Morgen überrascht uns mit Nebel. Es ist so neblig, dass wir den vor der Tür liegenden St.-Lorenz-Strom nicht sehen können. Unser Frühstück nehmen wir in einem netten, typischen Petit déjeuner-Restaurant ein und schon bald ist es Zeit für unsere Überfahrt zur Leuchtturm-Insel. Ein kleines Motorboot bringt uns und drei weitere Passagiere dort hin.

Auf der kleinen Insel gibt es tatsächlich nur den Leuchtturm, zwei kleine Holzhäuser, Wald und zum Wasser auslaufende Steinplatten. Der Leuchtturm ist überraschend gemütlich und geschmackvoll eingerichtet. Für die Übernachtungsgäste gibt es drei kleine Schlafzimmer, eine Wohnküche und einen kleinen Salon. Zu dem Programm gehören drei Mahlzeiten, Nachmittagsimbiss, Dinner und Frühstück, eine Übernachtung, eine Bootsfahrt um die Insel und die Erkundung der Insel auf eigene Faust.

Wir haben jetzt doch noch Glück mit dem Wetter – die Sonne kommt heraus. Es macht Spaß über die Insel zu streifen und über die Felsen zu klettern. Dabei kommt ein bisschen Robinson-Gefühl auf. Nur die auf einer Schautafel abgebildeten Seevögel können wir nicht entdecken. Es gibt Möwen und Kormorane. Die haben wir zu Hause auch.

Um 18:30 Uhr beginnt das Dinner. Mit den drei kanadischen Mitreisenden wird es sehr lustig. Das Menü ist spitze – Haute cuisine. Sehr zufrieden fallen wir gegen 23 Uhr in unser Bett.

Durch das Fenster sehen wir auf eine Nebelwand. Aber das kann ja noch werden, gestern war es auch so. Die Morgentoilette ist schnell erledigt, denn Duschen und Haare waschen fallen heute wegen des sehr kleinen Bades aus. Auf dem Esstisch stehen schon ein guter Kaffee und ein kleiner Imbiss. Vor dem eigentlichen Frühstück streifen wir noch einmal über die neblige Insel.

Ottawa

Nach einem ungewöhnlichen, sehr guten Frühstück bleiben uns noch zwei Stunden bis zur Bootstour, die wir auf den Klippen verbringen. Die kleine Bootstour um die Insel bringt keine großen Überraschungen, die großen Vogelkolonien sind nicht zu entdecken.

Ottawa

Wir verabschieden uns in Riviere-du-Loup von den netten Kanadiern und setzen unsere Reise fort. Nach 350 Kilometern landen wir im Hotel Le Chateau Joliette in der gleichnamigen Stadt.

Durch schöne Landschaften und kleine Orte mit blumengeschmückten Holzhäusern fahren wir Richtung Ottawa.

Zunächst besuchen wir aber in Gatineau das Canadian Museum of Civilization. Hier wird die Geschichte Kanadas sehr anschaulich präsentiert. Über die Brücke des Ottawa River kommen wir nach Ottawa und beziehen unser Zimmer im Hotel Lord Elgin in der Elginstreet.

Am Abend erkunden wir die Umgebung, die Fußgängerzone und das La Redoute Shopping Centre. Na ja, es reißt uns nicht vom Hocker, die Geschäfte sind sich doch überall recht ähnlich – all over the world.

Wie gestern vorausgesagt, regnet es, oder besser gesagt, es gießt. Kurz entschlossen nutzen wir eine Regenpause, um im nahe gelegenen Kulturhaus Karten für La Boheme zu besorgen. Trotz Regen gehen wir über den Byward Market und essen eine Nudelsuppe. Die National Gallery of Canada bietet uns nicht nur Schutz vor dem Regen, sondern auch eine exzellente Ausstellung moderner und alter kanadischer und europäischer Kunst. Unter der großen Glaskuppel finden die Vorbereitungen für eine Hochzeit statt. Wir erfahren, dass es heute noch zwei weitere Hochzeitsfeiern im Gebäude gibt. Was für ein schöner Rahmen!

Im Hotelzimmer machen wir zwei Stunden Pause bei Tee und Muffin und gehen um 20 Uhr in die Oper. Wir haben uns richtig entschieden, Mimi ist herzergreifend und Rudolfo singt großartig.

Algonquin Provincial Park

Sonnenschein am Morgen, aber etwas kühler. Vor uns liegen etwa 300 Kilometer Fahrt durch Ontario. Das Land ist flach und weit und leicht zu durchfahren. Kurz vor dem Algonquin Provincial Park decken wir uns bei einem Outfitter mit ein paar Souvenirs ein.

Hier probieren wir zum ersten Mal die kanadische Fast Food Spezialität Poutine, Pommes mit viel Käse und Bratensoße, und finden es ziemlich scheußlich.

Um zu unserem nächsten Quartier zu kommen, müssen wir den Algonquinpark durchfahren, denn unser Quartier Algonquin Lakeside Inn befindet sich am westlichen Ausgang. Das Zimmer ist mit einem Kamin und einem Jacuzzi ausgestattet. Auf der zum See gelegenen Terrasse nutzen wir die Abendsonne. Die Streifenhörnchen flitzen über unsere Schuhe.

War das eine Nacht! Die Chipmunks tobten durch unser Zimmer und raschelten mit den Plastiktüten. Nachdem wir sie ins Freie befördert hatten, war es mit dem Schlaf vorbei.

Aber der Himmel ist blau und wir haben uns für heute zwei Trails vorgenommen. Zunächst laufen wir einen Flusslauf entlang, auf dem früher die Holzstämme geflößt wurden. Traumhafte Ausblicke und Spiegelungen im Wasser veranlassen mich, ständig zu fotografieren. Wie gut, dass es heute Digitalkameras gibt! Beim nächsten Trail verbringen wir zwei Stunden mit Lesen und Sonnen an einem See. Im Gegensatz zu dem nächtlichen Besuch in unserem Zimmer haben wir hier Spaß am Beobachten der putzigen Chipmunks.

Auf dem Rückweg kommen wir zu einer sehr edlen Ferienanlage Arowhon Pines, sehr abgelegen mit eigener Zufahrtsstraße und eigenem See. Wir trinken einen Tee und fahren in unser Quartier.

Jetzt reicht es. Auch diese Nacht mussten wir unser Zimmer mit den Chipmunks teilen. Eine dritte Nacht wollen wir uns nicht um den Schlaf bringen lassen und fahren ab gen Westen.

Auf dem Weg nach Westen

Unterwegs kaufen wir in einem General Store ein paar Kleinigkeiten und erreichen bei strahlender Sonne Parry Sound. Leider ist es schon zu spät für eine Bootstour durch die Inselwelt. So erkunden wir die schöne Gegend mit dem Auto und landen an einem Strand der Georgian Bay. Hier lassen wir uns nieder und genießen die Aussicht, Sonne, Wind, Ruhe, Licht, einfach alles.

Wolkenloser, sanft blauer Himmel! 29°C sollen es werden. Aber in Küstennähe macht der Wind die Temperaturen sehr angenehm. Unsere Fahrt Richtung Norden führt durch eine interessante und einzigartige Landschaft, unzählige Wasserläufe und Seen mit tundraähnlichem Bewuchs, dazwischen rosa Granit, abgerundet und geformt von der Eiszeit.

Einen interessanten Halt machen wir am French River, einem der ältesten Handelswege Ostkanadas. Von einer etwa 30 Meter hohen Brücke können wir die Landschaft gut überblicken.

Gegen 13:30 erreichen wir das Killarney Mountain Resort und beziehen eine bezaubernde Lodge mit Blick auf die Georgian Bay. Die ganze Anlage ist so schön, dass wir eigentlich gar nicht weg wollen. Aber es wäre doch schade, gar nichts zu unternehmen. So machen wir eine kleine Wanderung zum Lighthouse und klettern immer am Wasser entlang auf den Felsen herum, legen eine Lesepause ein und sind begeistert.

Der Tag endet mit einem sehr guten Dinner im Restaurant der Anlage.

Schade, wir müssen leider schon wieder weiter, denn unsere Fähre wartet. Hier wären wir gerne ein bisschen länger geblieben. Auf der Rückfahrt zur Autobahn fahren wir durch Mischwälder, in denen sich die Bäume allmählich verfärben, ein erster Hauch des Indian Summer.
Auf Manitou Island bekommen wir in Millie’s Coffee frisch gebackene Lemon Cakes, lecker! Wir durchfahren ein First Nation Gebiet und erreichen nach etlichen Kilometern die Fähre in South Baymouth. Kurz vorher erstehen wir in einem tollen Handarbeitsladen noch eine Strickweste und eine Patchworkdecke.

Die Schifffahrt über die Georgian Bay/Huron Sea nach Tobermory ist angenehm und interessant. Nach weiteren 100 km Autofahrt suchen wir uns ein Hotel in Owen Sound.

Das Land der Mennoniten

 Ein ungewohntes Bild: grauer Himmel und Regen! Bei Nieselregen fahren wir durch Mennonitenland. Eine ganz andere Landschaft als bisher, keine Wälder, keine Seen, keine Reservate, sondern gepflegtes, weit ausgedehntes Kulturland in wunderschönen Farben, dazwischen die Farmhäuser mit ihren blumengeschmückten Gärten auf grünen Wiesen – trotz Regen einfach schön. Hier heißen die Orte Bamberg, Neu-Hamburg, Rostock, Heidelberg. Uns begegnen die schwarzen Kutschen der Mennoniten.

Stratford ist mit seinen historischen Bauten, den schönen Parkanlagen und dem Shakespeare Garden auf alle Fälle einen Besuch wert. Hier finden berühmte Theaterfestivals statt. Beim Bummeln durch die Hauptstraße mit vielen netten kleinen Geschäften erstehen wir im Scotland-Laden einen Schottenrock. Nach einem Tee in einem besonderen Teeladen fahren wir weiter in Richtung St. Jacobs. In Heidelberg checken wir in einem preiswerten Motel ein und im Landgasthaus The Cedar Bear genießen wir das Friday Special – saftiges Steak für 10 $.

Hier nehmen wir auch unser Frühstück ein. Es herrscht reger Betrieb, denn heute ist Farmer’s Market in St. Jacobs. Den wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mennonitenfrauen mit ihren schwarzen Hauben bieten hier ihre Produkte an – Lebensmittel und Handarbeiten. Für uns ist aber nichts dabei und wir machen uns auf zu unserem vorletzten Ziel, den Niagarafällen.

Die Niagarafälle

Unser Zimmer im 30. Stock des Marriott-Hotels ist seinen Preis wert. Ein riesiges Panoramafenster gibt den Blick frei auf die Niagarafälle. Wir sind begeistert und genießen erst einmal diese Aussicht. Aber jetzt wollen wir die Fälle von Nahem sehen. Wir kommen ziemlich dicht heran, spüren die Gischt, entdecken immer neue Perspektiven und Regenbogen der besonderen Art.

Für 17 $ kommen wir in ein Tunnelsystem und können quasi hinter die Fälle gucken, irre!

Jetzt sind wir aber ganz schön kaputt, holen uns eine Pizza und nehmen sie mit aufs Zimmer, denn eine bessere Aussicht bieten uns die Restaurants nicht. Es ist inzwischen dunkel geworden und die Fälle werden mit wechselnden Farben illuminiert. Besser kann man den Tag nicht beenden!

Um 6 Uhr werde ich geweckt, um den traumhaften Sonnenaufgang über den Niagarafällen nicht zu verpassen. Wir können vom Bett aus alle Stadien des beginnenden Tages mit Wirkung auf die Wasserfälle beobachten.

Wir müssen erst um 12 Uhr auschecken und nutzen die Zeit, um mit dem Auto am Niagara entlang zum „Whirlpool“ zu fahren. Das Wetter ist wieder traumhaft und wir stehen noch einmal staunend vor den riesigen Wasserfällen auf der amerikanischen Seite.

Aber es hilft nichts, wir müssen weiter. Zunächst fahren wir nach Niagara on the Lake, ein vor Blumen überquellender Ort mit netten Geschäften.

Letztes Ziel: Toronto

Über den Highway steuern wir unser letztes Ziel an: Toronto. Die Autobahnen sind jetzt richtig voll, aber da das Tempolimit 110 km/h beträgt, können wir gut mithalten.

Unser erster Eindruck von Toronto ist eine sehr gepflegte Waterfront, wo Jogger entlanglaufen, Mütter ihre Kinderwagen schieben und Spaziergänger unterwegs sind. Aber dann kommen wir nach Downtown mit den riesigen Hochhäusern und finden es schon nicht mehr so toll.

Unser Hotel Victoria in der Dongestreet ist ein Überbleibsel aus alten Zeiten, sehr geschmackvoll, klein aber fein. Wir laufen noch zum CN Tower, finden ihn potthässlich und die dazugehörige sourrounding auch.

Toronto

Am Morgen frühstücken wir im nahe gelegenen Marché. Es ist in der Hall of Fame untergebracht, einem futuristischen Gebäude zu Ehren der kanadischen Eishockeyspieler.

Um 10 Uhr nehmen wir den Hop on-Hop of-Bus und starten zur Stadtrundfahrt. Wir fahren erst einmal rund, um einen Eindruck zu gewinnen. Die Stadt ist zusammen gestückelt aus alt und neu, viele Baustellen, halb Fertiges, Verlassenes – eine liebliche Stadt ist das nicht! Bei unserem ersten Stopp machen wir die Bootstour zu den Toronto Islands. Hier sehen wir mehr unterschiedliche Wasservögel als auf der ganzen Fahrt. Sehr hübsch, sehr idyllisch!

Im Queen’s Quay Centre essen wir eine Kleinigkeit. Am Dundas Square bummeln wir durch das riesige Eaton Centre – na ja, besondere Geschäfte gibt es hier auch nicht, zu viel Bekanntes.

Wir legen noch einen Halt bei der Casa Loma ein und laufen dann ein ganzes Stück bis zur Art Gallery Ontario. Für einen Besuch ist es schon zu spät, so fahren wir zurück zu unserem Hotel, um Koffer zu packen.

Wenn man davon absieht, dass wir so gut wie keine Tiere gesehen haben, war es eine tolle Reise. Die Kanadier waren immer freundlich und hilfsbereit. Man sollte nicht davon ausgehen, dass in Quebec jeder englisch spricht. Das Fahren war entspannt, wobei die Entfernungen nicht zu unterschätzen sind. Landstraßen sind halt keine Autobahnen. Für diese Tour kann man gut vier Wochen einplanen. Wir waren drei Wochen unterwegs, wobei beispielsweise der Killarney Provincial Park auf alle Fälle mehr Zeit wert gewesen wäre. Wir haben uns jederzeit sicher gefühlt.

Wenn sie sich für den Westen Kanadas interessieren, schauen sie sich unseren Reisebericht Kanada – Über die Rocky Mountains bis Vancouver an.

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