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Kiew – Jerusalem des Ostens

19. Juli 2012 1.470 Leser 0 Kommentare

@flickr_jries/4961624340Viele kennen Kiew nur als Hauptstadt und politisches Zentrum der Ukraine – doch die knapp 2,8 Millionen Einwohner zählende Stadt ist weitaus mehr. Von Kulturkennern als Jerusalem des Ostens bezeichnet, fasziniert Kiew vor allem durch seine Vielzahl an orthodoxen Kirchen und Klöstern. Eine Reise nach Kiew auch zu den Wurzeln der russisch-ukrainischen Geschichte.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten

Die Stadt am Dnepr ist historisch eng mit Russland verbunden. Ende des 9. Jahrhunderts wurde Kiew Hauptstadt der Kiewer Rus, einem Vorläufer des heutigen russischen Staates. Umgangssprachlich wird die heutige Hauptstadt der Ukraine auch Mutter der russischen Städte genannt. Im 10. Jahrhunderts nahmen die Kiewer kollektiv das Christentum an. In der Folge entstanden zahlreiche prächtige Kirchen, die mit goldenen Kuppeln noch heute das Stadtbild von Kiew prägen. Eine der ältesten und bedeutendsten Sakralbauten ist die Sophienkathedrale, die aus dem 11. Jahrhundert stammt und seit 1990 zum Weltkulturerbe gehört.

Das Kiewer Höhlenkloster

Eine beeindruckende Sehenswürdigkeit ist das Höhlenkloster, das ebenfalls zum Weltkulturerbe der Unesco gehört. In die künstlich geschaffenen Höhlen zogen sich ab dem 11. Jahrhundert Mönche zurück, um als Eremiten zu leben. Das ausgedehnte Höhlensystem beherbergt neben den kleinen Mönchszellen und unterirdischen Kirchen auch die mumifizierten Leichname der Mönche. Ein Rundgang ist sehr eindrucksvoll, allerdings nichts für schwache Nerven!

Stadt und Leute

Trotz der altehrwürdigen Geschichte ist Kiew heute eine moderne und lebenslustige Stadt. Besonders im Sommer lohnt ein Besuch, wenn sich das Leben auf den Straßen und in den Parks abspielt. An den Wochenenden kommen die Kiewer auf den für den Autoverkehr gesperrten Kreshchatyk Boulevard, um zu sehen und gesehen zu werden. Bei schönem Wettern tummeln sie sich in den zahlreichen Parks und an den Stränden des Dnepr. Ein beliebter Treffpunkt sind auch die zahlreichen ukrainischen Restaurants. Die Atmosphäre ist locker und gleicht eher einer Kantine, serviert wird gute und günstige ukrainische Hausmannskost.

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