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Danzig – Perle der Ostsee

4. Juli 2012 2.314 Leser 0 Kommentare

@flickr_kaffeeringe/4767417350Nicht erst seit der Fußball-Europameisterschaft 2012 liegt Danzig im Fokus der Aufmerksamkeit. Die 450.000 Einwohner zählende Metropole an der Ostsee, auf polnisch Gdańsk genannt, ist die wohl ungewöhnlichste Stadt Polens. Jährlich kommen etwa 1,5 Millionen Besucher nach Danzig, das nicht nur eine Fülle an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, sondern auch ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der pommerschen Ostseeregion ist.

Wechselhafte Geschichte

Während seiner tausendjährigen Geschichte haben Danzig sowohl von polnische als auch deutsche Einflüsse geprägt. 1308 wurde Danzig vom Deutschen Orden erobert und erfuhr in der Folge wechselnde Herrscher, genoss aber auch lange den später Status als Freie Stadt, was sowohl dem Handel zugute kam als auch eine liberale Gesinnung gedeihen ließ. Schotten, Juden und Hugenotten fanden hier Zuflucht und inmitten des stark katholisch geprägten Polen war Danzig eine Insel des Protestantismus. Vielleicht war es dieser Hang zum Nonkonformismus, der in Danzig die Widerstandsbewegung Solidarność entstehen ließ, die freie Gewerkschaft, die 1980 aus einer Streikbewegung heraus entstand und entscheidend an der politischen Wende von 1989 mitwirkte.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten

Die einzigartige Architektur verdankt Danzig ihrer einstigen Bedeutung als Hansestadt. Prächtige Bauten im Stil der Renaissance, Gotik und des Barock künden vom lebhaften Seehandel, der einen kulturellen Austausch ermöglichte und das Stadtsäckel füllte. Im Zweiten Weltkrieg heftig umkämpft und zu einem großen Teil zerstört, wurde Danzig nahezu detailgetreu wieder aufgebaut. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Rechtstadt. Prägnant ist die hohe Anzahl an Toren, die einst als Wehr- und Kontrollinstanz dienten. Die bekanntesten sind das Goldene Tor und das Krantor. Nur einen Steinwurf entfernt liegen die Langgasse und die Frauengasse mit ihren prächtigen, aufwendig verzierten Bürgerhäusern sowie die Marienkirche, die größte Backsteinkirche der Welt. Ein Ausflug nach Danzig ist nicht komplett ohne ein Abstecher an die Strände der Umgebung. Nur eine S-Bahnfahrt entfernt befindet sich das Seebad Sopot, beliebt bei Tagesausflüglern aus der Stadt. Etwas weiter weg, aber ebenso lohnenswert ist der Slowinzische Nationalpark, der bekannt für die beeindruckende Wanderdüne ist.

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