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Polen und Ukraine – Städte der Fußball-EM

7. Juni 2012 1.956 Leser 1 Kommentar

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Im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft 2012 können sich Polen und die Ukraine von ihrer besten Seite präsentieren. Zu Unrecht wurden die beiden Länder bisher wenig von ausländischen Touristen beachtet, denn sie blicken auf eine wechselvolle Geschichte zurück und haben zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. In einer neuen Serie stellen wir die acht Städte vor, die sich in den nächsten Wochen der Aufmerksamkeit aus aller Welt gewiss sein können.

Breslau

Die historische Hauptstadt Schlesiens, polnisch Wrocław, ist ein Geheimtipp unter den polnischen Städten. Anders als das bekanntere Krakau wird die einstige preußische Residenzstadt an der Oder noch nicht von Touristenhorden überrannt. Zahlreiche Brücken und Inseln sowie die einzigartige Architektur laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Charkow

Charkow wurde 1630 als Festung zur Verteidigung des Zarentums Russland gegen aus dem Süden einfallende Krimtataren gegründet. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine und ehemalige Hauptstadt ist das Wissenschafts- und Bildungszentrum des Landes. Über 100.000 Studenten sowie mehrere Theater und Museen sorgen für ein reges Kulturleben. Die Bevölkerung ist überwiegend russischsprachig.

Danzig

Die Stadt an der Ostsee ist ohne Zweifel eines der Highlights in Polen. Das Zentrum der ehemaligen Hansestadt wurde nach völliger Zerstörung im Zweiten Weltkrieg originalgetreu wiederaufgebaut. Die einzigartige Architektur und bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Frauengasse und das Krantor locken täglich tausende Touristen nach Danzig. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Ostseebäder der Region.

Donezk

Die fünftgrößte Stadt der Ukraine ist das Zentrum des Steinkohlereviers Donbass im Osten des Landes. Nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt im typisch russischen Reißbrettstil mit viel Grün wiederaufgebaut. Von der Unesco bekam Donezk deshalb den Titel Grünste Industriestadt verliehen. Ebenfalls bekannt ist Donezk als Stadt der Rosen.

Kiew

Die Hauptstadt der Ukraine ist eine der ältesten Städte Osteuropas. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung als Zentrum der Kiewer Rus – einem mittelalterlichen Großreich, aus dem Russland, die Ukraine und Weißrussland hervorgingen – trägt die Stadt den Beinamen Mutter aller russischen Städte. Wegen der vielen Kirchen und Klöster sowie seiner Bedeutung für Orthodoxe Christen wird Kiew auch als Jerusalem des Ostens bezeichnet.

Lemberg

Die größte Stadt im Westen der Ukraine ist stets nach Westen gewannt gewesen. Kein Wunder – nach Wien, Budapest und Prag war Lemberg einst die viertwichtigste Metropole der Habsburgermonarchie. Lviv, wie die Stadt auf ukrainisch heißt, blickt auf eine 750 jährige Geschichte zurück. Anders als viele andere Städte der Region wurde Lemberg während des Zweiten Weltkrieges nicht zerstört und hat sich seine architektonische Pracht bewahren können.

Posen

Posen ist die historische Hauptstadt der Provinz Großpolen. Die Stadt ist eine der ältesten des Landes und gilt als Gründungsort der polnischen Nation. Heute eine bekannte Messestadt, hat Poznan, so der polnische Name, auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Aufgrund der hohen studentischen Bevölkerung können Besucher ein aufregendes Kultur- und Nachtleben erleben.

Warschau

Es gibt schönere Städte in Polen, doch die Metropole an der Weichsel ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch das Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landes. Während des Zweiten Weltkrieges hat Warschau sehr gelitten. Mutig setzten sich die Bewohner gegen die deutschen Besatzer zur Wehr, dafür wurde die Stadt in Schutt und Asche gebombt. Die historische Altstadt wurde wieder aufgebaut und ist heute Teil des Unesco-Weltkulturerbes.

 

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1 Kommentar »

  • Wilma meint:

    Polen und die Ukraine sind sicherlich sehr schöne Länder, die man einfach mal besucht haben sollte. Ich bezweifel aber, das man während der EM viel von dem Charm der Städte mitbekommt, da man ja eher auf das runde Leder fixiert ist.

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