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Malta – Geschichte zum Anfassen

10. Mai 2012 1.496 Leser 0 Kommentare

Die Mittelmeerinsel Malta, zwischen Nordafrika und der Südspitze Siziliens gelegen, lockt alljährlich mehr als 1 Millionen Besucher mit warmen Temperaturen, schönen Stränden und viel Kultur. Städte mit verschlafenen Gassen und eindrucksvoller Architektur verströmen einen unvergleichlichen Hauch geschichtsträchtiger Ereignisse. Zwei Jahrhunderte gehörte Malta zum Britischen Empire, und die Spuren dieser Erbschaft sind noch überall zu finden. Auf der Insel herrscht Linksverkehr, und die zweite Amtssprache neben Maltesisch ist Englisch. Very British sind auch die kleinen roten Telefonhäuschen die einen ganz besonderen Charme versprühen.

Greifbare Geschichte und viel Kultur

Malta stand unter dem Einfluss bedeutender Völker des Mittelmeerraumes, unter anderem der Phönizier, Griechen, Römer und Araber. Zeugnisse menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Tempel und Grabstätten zeugen von einer künstlerisch und bautechnisch hoch entwickelten Kultur. Der aus Korallenkalkstein errichtete Tempel von Mnajdra, dessen Außenmauern aus riesigen, senkrecht aufgerichteten Steinblöcken bestehen, ist älter als die ägyptischen Pyramiden. Im Höhlenkomplex Hypogäum von Hal Saflieni, der sich auf drei Ebenen ausdehnt und bis zu elf Meter tief in die Erde reicht, wurden die 33 Räume, Kammern und Nischen vermutlich zur Ausübung eines Fruchtbarkeitskultes genutzt. Daneben wurden hier auch Tote bestattet.

Sonne, Sand und Meer

Das größte Feriengebiet Maltas liegt zwischen den Sliema Ferries und St. George’s Bay. Farbenprächtige Luzzus – maltesische Fischerboote – und die über und über mit Blumen geschmückten Balkone der Restaurants verleihen der Spinola Bay, benannt nach Paul Raphael Spinola, der hier im Jahr 1688 einen Palast erbauen ließ, das perfekte Mittelmeer-Flair. Die malerischen Felsenklippen von Ghar Lapsi, einer kleinen Badebucht im Süden Maltas, werden regelmäßig von Sturmvögeln besucht, deren Federn die Fischer als Köder benutzen. Die fangfrische Beute kann in dem kleinen Imbiss oberhalb der Bucht verzehrt werden. Nach dem Schwimmen in einem der Felsenpools lässt es sich herrlich im Schatten der höhlenartigen Felsenüberhänge entspannen. Das klare Wasser und die Artenvielfalt machen Malta zu einem der beliebtesten Tauchreviere des Mittelmeers. Selbst in einer Tiefe von 50 Metern beträgt die Sichtweite noch bis zu 30 Meter. Zur Erkundung der faszinierenden Unterwasserwelt stehen zahlreiche Tauchschulen zur Verfügung.

Valletta

Valletta, im 16. Jahrhundert von den Johannitern gegründet, ist die Hauptstadt Maltas. Die Unesco-gelistete Stadt weist eine überaus hohe Konzentration bedeutender architektonischer Gebäude auf. Offizieller Amtssitz des Staatspräsidenten sowie Tagungsort des Parlaments ist der im Jahr 1575 fertiggestellte, prunkvoll ausgestattete Grand Master’s Palace, der Staatsempfängen einen glanzvollen Rahmen verleiht. Auf keinen Fall entgehen lassen sollten sich Besucher eine Hafenrundfahrt, die den besten Blick auf das eindrucksvolle Panorama der Festungsmauern Vallettas bietet.

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