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Mandalay – Alte Königsstadt

22. März 2012 1.573 Leser 0 Kommentare

@flickr_amanderson/13807480744/Mitten im Zentrum von Myanmar liegt Mandalay, nach Rangun die zweitgrößte Stadt des Landes. Mitte des 19. Jahrhunderts am Irrawaddy-Fluss gegründet, war sie bis zum britischen Einmarsch 1885 die Hauptstadt des burmesischen Königreiches. Noch immer gilt Mandalay als kulturelles Zentrum des Landes. Zahlreiche Klöster und über 700 Pagoden machen die Stadt auch für ausländische Besucher sehr attraktiv.

Königspalast

Im Zweiten Weltkrieg wurde der legendäre Königspalast bei Kämpfen zwischen Japan und Großbritannien völlig zerstört und erst in den 1990er Jahren von der Militärregierung teilweise wieder aufgebaut. Heute glänzt er zwar nicht mehr in originaler Pracht, kann aber dennoch mit seinen Palastmauern, Stadttoren, Pavillons und dem Burggraben sowie einigen wieder errichteten Palastgebäuden ein recht genaues Bild früheren Glanzes vermitteln.

Pagoden über Pagoden

Ein markantes Wahrzeichen der Stadt ist Mandalay Hill, der den Burmesen heilig ist. Wenn Sie den 240 Meter hohen Berg über die überdachte Treppe besteigen, sehen Sie abseits des Weges zahlreiche Buddhastatuen, Pagoden und kleine Geschäfte. Oben angelangt, erwartet Sie ein herrlicher Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. Mandalay wird auch wegen seiner eindrucksvollen Pagoden geschätzt. Die Kuthodaw-Pagode ist von 729 kleineren Tempeln umgeben, die jeweils eine Marmortafel mit buddhistischen Lehrsätzen beinhalten. Aus diesem Grund wird die Anlage auch gern als das größte Buch der Welt bezeichnet. Die Maha Myat Muni-Pagode, die zweitbedeutendste Pilgerstätte Myanmars, beherbergt die vier Meter hohe sitzenden Buddha. Die goldene Statue soll aus Zeiten Buddhas stammen undist eine bedeutende Pilgerstätte in Myanmar. Eine weitere Berühmtheit ist die Kyauktawgyi-Pagode mit der großen Buddhastatue, die komplett aus einem Marmorblock gehauen wurde.

Klöster

Auch die gut erhaltenen Klöster sind einen Besuch wert. Nicht versäumen sollten Sie das Shwenandaw Kyaung. Dieses Kloster befand sich früher im Königspalast und wurde später außerhalb wieder aufgebaut – es ist also das einzig erhaltene ursprüngliche Palastgebäude. Vollständig aus Teakholz gefertigt und aufwendig verziert, ist das historische Shwe In Bin Kloster, das auch heutzutage noch von Mönchen bewohnt wird. Auch das zentral gelegene Atumashi Kyaung, das nach einem Brand detailgenau anhand von Originalplänen wieder aufgebaut wurde, ist beeindruckend. Doch Mandalay hat noch mehr zu bieten als sehenswerte Architektur und die schöne Lage an der Irrawaddy-Biegung. Eine wichtige Rolle spielt das auch Kunstgewerbe. Es gibt zahlreiche traditionelle Werkstätten für Steinmetzarbeiten, Holzschnitzerei und Blattgoldherstellung – Besucher können also nach Herzenslust shoppen und das ein oder andere Andenken mit nach Hause nehmen.

 

Würden Sie Mandalay auf Ihrer Reise nach Myanmar besuchen?

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