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Usbekistan – Land an der Seidenstraße

25. Januar 2012 2.671 Leser 0 Kommentare

Top 10 Reiseziel 2012: Usbekistan Wie eine Kulissee aus Tausendundeiner Nacht erscheint Usbekistan, die ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien. Blauer Himmel und sengende Sonne, die beeindruckende islamische Architektur und die sagenumwobene Seidenstraße hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Usbekistan ist seit mehreren Jahrtausenden besiedelt und gehörte einst zum Reich grausamer Herrscher wie Dschingis Khan und Timur. Die Seidenstraße, die von Europa bis nach China durch Usbekistan führte, brachte der Region Reichtum und so finden sich heute in Usbekistan einzigartige Kulturschätze, wie die Städte Samarkand, Buchare und Khiva, die zum UNESCO-Kulturerbe gehören.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Samarkand, mit 400.000 Einwohnern heute die zweitgrößte Stadt Usbekistans, beschwört geistige Bilder von der Seidenstraße und Kamelkaravanen herauf, welche die Wüsten auf ihrem Weg von China nach Europa und wieder zurück durchquerten. 700 v. Chr. vom iranischen Volk der Sogden gegründet, ist Samarkand eine der ältesten, noch bewohnten Städte der Welt. Prunkvolle Paläste und Gärten zeugen von der glanzvollen Vergangenheit.

Ebenfalls von iranischen Völkern gegründet und von Dschingis Khan erobert, ist Buchara seit dem 16. Jahrhundert von Usbeken bewohnt. Aufgrund ihrer Lage an der Seidenstraße war Buchara ein Handelszentrum für exotische und exklusive Waren wie Seide, Gewürze und Gold. Über 140 architektonisch wertvolle Gebäude, die bereits mehr als 1.000 Jahre alt sind, beeindrucken durch ihre Schönheit. Sehenswert sind vor allem Bucharas Moscheen, deren Minarette in sattem Blau gefliest sind sowie das Mausoleum Ismail Simanid, eines der schönsten Bauwerke der Stadt.

Auch die Altstadt von Khiva, Ichan-Qal’a, lohnt einen Besuch. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich die gut erhaltenen architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter die Ko´xna Ark-Zitadelle und der Toshxauli Palast, die ehemalige Residenz des Khans.

Die Haupstadt Taschkent, seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. Scheideweg für den Handel von Gold, Juwelen, Gewürzen und Pferden, ist heute eine moderne Stadt mit Internet-Cafés und Bierzelten. Die schmalen Straßen werden von schattenspendenden Bäumen gesäumt, und der Broadway, die große Fußgängerzone, vibriert rund um die Uhr mit Leben.

Wüsten, Täler und Oasen

Samarkand, Buchara, Khiva und Taschkent liegen an der Seidenstraße, der wichtigsten Handelsstraße früherer Zeiten, die China und Europa miteinander verband. Seide, Gewürze und Juwelen wurden von Kamelkaravanen relativ sicher transportiert. Die Städte entlang der Seidenstraße wuchsen und gediehen zu luxuriösen Handels- und Kulturzentren. Auch Oasen und kleinere Städte erblühten und profitierten von ihrer exponierten Lage. Nicht nur Güter wurden entlang der Seidenstraße vertrieben, auch Traditionen, Geschichten und Musik breiteten sich in der gesamten Region aus.

Fast 80 Prozent der Fläche Usbekistans wird von der Kysylkum-Wüste eingenommen, wo Wasser ein kostbares Gut darstellt. Viele der ältesten und schönsten usbekischen Städte verdanken ihre Gründung und Entwicklung einer Oase. Dennoch gibt es in Usbekistan auch fruchtbare Gegenden: Im Ferganatal, wegen seiner Blütenpracht auch unter dem Namen „Goldenes Tal“ bekannt, wird der Großteil der landwirtschaftlichen Produkte des Landes angebaut. Auch wenn das Tal touristisch eher uninteressant ist, finden Besucher in den Bergketten, die Tal umschließen, eine malerische Berglandschaft vor.

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