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Galápagos – Einzigartige Artenvielfalt

25. Januar 2012 2.709 Leser 0 Kommentare

Top 10 Reiseziel 2012: Galapagos Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem die Tiere neugieriger sind als die Menschen. Gibt es nicht, sagen Sie? Gibt es doch: auf Galápagos.

Gefährdetes Paradies

Galápagos, 1.000 Kilometer westlich der Küste von Ecuador gelegen, besteht aus 14 größeren Inseln, von denen fünf bewohnt sind. Weiterhin gehören zum Archipel über 100 kleinere bis winzige Inseln. Aufgrund der einmaligen, zum Teil endemischen Flora und Fauna stehen die Inseln streng unter Naturschutz.

Bekannt geworden ist das Archipel durch den britischen Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie Charles Darwin. Als Darwin 1835 vier der Inseln besuchte, stieß er auf zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die er sonst nirgends gesehen hatte. Diese Tatsache gab ihm Anstöße für seine Evolutionstheorie.

Aufgrund der Entfernung zum Festland konnte sich eine einzigartige Artenvielfalt entwickeln. Besucher können heute noch Tiere und Pflanzen antreffen, die endemisch, also nirgendwo anders auf der Welt zu finden sind. Die Tiere besitzen keine Scheu vor den Menschen, da es keine natürlichen Feinde gab. Erst die Einführung fremder Arten sowie die Jagd haben im 19. Jahrhundert viele Arten fast zum Aussterben gebracht. 1959 wurden die Inseln zum Schutzgebiet erklärt und außerdem Gesetze erlassen, die beispielsweise den Zustrom von Touristen und Zuzug neuer Bewohner regeln.

Leben über und unter der Wasseroberfläche

Auf Galápagos gibt es eine große Zahl urtümlich wirkender Leguane und Riesenechsen, die an Drachen aus Kinderbüchern erinnern. Letztere, auch Meerechse genannt, wird bis zu 1,30 Meter lang und ist eine hervorragende Schwimmerin.

Die ebenfalls endemische Galápagos-Riesenschildkröte, die bis zu 350 Kilogramm schwer und 200 Jahre alt werden kann, wird man dagegen nur an Land antreffen. Erst kürzlich verstarb das letzt Tier, von dem sicher gesagt werden konnte, dass sie Darwin persönlich kennengelernt hatte.

Trotz des warmen Klimas – die Inseln liegen am Äquator – gibt es auf Galápagos sogar Pinguine. Diese putzigen Tiere sind die einzige Pinguinart, die nördlich des Äquators zu finden ist. Von weiteren etwa 150 Vogelarten gibt es 29 nur auf Galápagos. Besonders spektakulär sind die Blaufußtölpel, die knallroten Rubin-Tyrannen sowie die endemischen Galápagos-Albatrosse.

Ein Highlight ist es, den verspielten Seelöwenbabys bei ihrem tolpatschigen Tun zuzusehen. Auch die Unterwasserwelt sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Bei fast allen Schiffstouren stehen Schnorcheltouren auf Programm. Die faszinierende Unterwasserwelt beherbergt Adlerrochen, tropisch bunte Fischschwärme sowie die riesigen, bis zu 14 Meter langen Walhaie.

Neben der Tierwelt ist auch die Pflanzenwelt interessant. Der Boden ist vulkanischen Ursprungs, so dass die Flora einen schönen Kontrast zum fast schwarzen Gestein bildet. Insgesamt gibt es mehr als 600 verschiedene Pflanzenarten auf Galápagos. Bis zu 12 Meter hohe Lavakakteen kontrastieren mit dem küstennahen Mangrovenwald, meterhohes Dickicht aus Sträuchern und Farnen wechselt sich mit einer fast kahlen Pampazone ab.

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