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Syrien – Schauplatz der Geschichte

9. Dezember 2011 2.619 Leser 0 Kommentare

Baal-TempelDie arabische Republik Syrien kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken, was sich bis heute in den bedeutenden Sehenswürdigkeiten des Landes widerspiegelt. Besonders für Kulturinteressierte gibt es viel zu entdecken. Um das Land und seine historischen Stätten kennenzulernen, bietet sich am besten eine Rundreise ein.

Historische Städte – Spiegel der Geschichte

Assyrer, Perser, Byzantiner und natürlich Araber haben die Kultur dieses vorderasiatischen Landes geprägt. Die Haupstadt Damaskus ist einer der ältesten, durchgehend bewohnten Orte der Erde und die Altstadt zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Bereits in der Bibel wurde Damaskus erwähnt, unter anderem als Ort, an dem Paulus sein Augenlicht wiedergegeben wurde. Zwei der bedeutendsten Bauwerke sind die Umayyaden-Moschee und die Zitadelle, doch auch den Souk al-Hamidiyye, den bekanntesten Basar von Damaskus, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Eine Rundreise führt auch in die Oasenstadt Palmyra in der Landesmitte. Die Ruinen aus altsemitischer und römischer Zeit sind eine wichtige archäologische Forschungstätte und beherbergen mit dem Tempel des Baal eines der berühmtesten historischen Bauwerke im Nahen Osten.

Ebenfalls einen Besuch lohnt Aleppo. Die bevölkerungsreichste Stadt Syriens war Schauplatz vieler bedeutender Ereignisse in der Historie der Menschheit. Unter anderem soll sich hier das Grab von Johannes dem Täufer befunden haben, welches leider nicht mehr erhalten ist. Doch andere Bauwerke, die das Ansehen von Aleppo in der Geschichte dokumentieren, sind heute noch zu sehen. Auch Aleppo gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und mit dem Syrischen Nationalmuseum findet sich hier eine der bedeutendsten archäologischen Sammlung der Region.

Schmelztiegel der Kulturen

Bei einer Reise durch Syrien wird man schnell feststellen, dass das Land ethnisch sehr vielfältig ist. Neben Arabern, die den größten Bevölkerungsanteil ausmachen, nennen unter anderem Tscherkessen, Turkmenen, Kurden und Armenier Syrien ihr Zuhause. Die Amtssprache ist Hocharabisch, im Alltagsleben wird jedoch ein landestypisch eingefärbter Dialekt des Arabischen gesprochen. Die meisten Einwohner Syriens sind sunnitische Muslime, jedoch gibt es auch Schiiten, Drusen und Alawiten sowie verschiedene christliche Glaubensgemeinschaften. Auch die jüdische Religion wird in Syrien von einer Minderheit praktiziert.

Aufgrund der hohen Anzahl an Sehenswürdigkeiten ist ein Urlaub am besten in Form einer Rundreise realisierbar, die man gut mit einem Abstecher nach Jordanien kombinieren kann. In letzter Zeit hat sich gerade Damaskus zu einem Ort entwickelt, an dem man die arabische Sprache erlernen kann. Es gibt viele dahingehende Angebote mit einer entsprechenden Infrastruktur. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes.

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