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Kurztrip nach Warnemünde

17. Mai 2011 6.734 Leser 1 Kommentar

Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage strahlenden Sonnenschein. Muttertag steht vor der Tür. Was liegt also näher, als sich die Mutter zu schnappen und ein paar Tage ans Meer zu fahren. Das kürzeste Ziel, um von Berlin aus ans Meer zu kommen, ist Warnemünde. Im Internet gibt es massenweise Angebote für Hotels in Warnemünde, von einfachen bis 5-Sterne-Hotels. Natürlich gibt es auch Ferienwohnungen und wir entscheiden uns diesmal füreine Wohnung in der Dänischen Straße Ecke Mühlenstraße.

Samstag früh geht es los. Die Autobahn ist erstaunlich leer, so dass wir in gut 2 Stunden in Warnemünde ankommen. Die Parkplätze in den Straßen gehören von 15 Uhr bis 9 Uhr den Anwohnern. Es gibt wenige Stellen, wo man für 1 Euro die Stunde parken kann, meistens aber auch nur für 2 Stunden. Man sollte auf alle Fälle einen Parkplatz mitbuchen. Unser Parkplatz liegt in der Alten Bahnhofstraße, ca. 10 Minuten von der Wohnung entfernt. Es gibt ein strandnahes Parkhaus für 12 € den Tag.

Vielfältige Gastronomie in Warnemünde

Bevor wir in unsere Wohnung können, gehen wir Mittag essen. Es gibt in Warnemünde eine abwechslungsreiche Gastronomie. Von der Imbissbude bis zum Feinschmecker-Restaurant ist alles vertreten. Beim Fleischer oder Fischladen kann man sich auch warmes Essen mitnehmen.

Unsere Wohnung ist nett eingerichtet, hat aber einige Stufen, die in der Ausschreibung nicht erwähnt wurden, die für ältere Menschen durchaus ein Hindernis darstellen können.

Breitester Strand der Ostsee

Jetzt geht es endlich los zum Strand. Wir müssen nur ein paar Minuten durch den Kurpark gehen und befinden uns an der 2 km langen Strandpromenade, die sehr schön und mit reichlich Bänken versehen ist. Durch die davor gelagerte Düne bleibt uns der Blick auf das Meer verwehrt. Aber es gibt in kurzen Abständen Strandzugänge und wir laufen auf den Holzbohlen zum Meer. Der Strand ist 150 m breit und damit der breiteste Strand der deutschen Ostseeküste. Er bietet trotz der vielen Strandkörbe noch viel freien Platz, wenn man sich keinen Strandkorb leisten will oder kann. Immerhin kostet ein Strandkorb 2 € die Stunde, bzw. 7 € am Tag.

Wir bummeln am Strand entlang und kommen zum Wahrzeichen Warnemündes, dem 1897 erbauten Leuchtturm. Er ist 37 m hoch und über die 135 Stufen kann man zur Aussichtsplattform hinaufsteigen. Neben dem Leuchtturm liegt der „Teepott“, der uns mit seinem geschwungenen Dach an die Berliner Kongresshalle erinnert. Hier sind mehrere Restaurants untergebracht.

Der „Alte Strom“

Gleich um die Ecke ist der „Alte Strom“. Er war bis Anfang des 20. Jahrhundert der einzige Schifffahrtsweg in den Rostocker Hafen und erinnert noch heute an das ehemalige kleine Fischerdorf. Hier bummeln zahlreiche Touristen an den vielen Restaurants und kleinen Geschäften entlang. Am Strom liegen Fischerboote, die ihren fangfrischen Fisch anbieten. Dieser kleine Hafen gibt dem Ort eine besondere Atmosphäre.

Sonntag ist Sonnentag in Warnemünde

Es ist Sonntag und uns erwartet ein wunderbarer Sonnentag. Sonne, Sand, Meer, kein Wölkchen trübt den Himmel, am Horizont viele weiße Punkte. Anscheinend ist eine Segelschule unterwegs, denn ca. 20 kleine Segelboote tummeln sich im Meer. Wir mieten uns einen Strandkorb und laufen erst einmal am ca. 15 km langen Sandstrand entlang. Ich liebe es, barfuß durch den Sand zu laufen. Zuerst empfinde ich das Wasser als eiskalt, aber man gewöhnt sich daran. Es gibt tatsächlich ein paar Mutige, die ins Wasser springen.

Zurück am Strandkorb will ich lesen, aber es gibt einfach zu viel zu sehen. Ich gucke den Fähren nach, die von Warnemünde aus nach Gedser, Trelleborg, Ventspils, Helsinki und Tallinn fahren. Auch Kreuzfahrtschiffe gehen hier vor Anker. Die kleinen Segler kreuzen auf dem blauen Meer. Das ist Urlaub.

Lecker Fischbrötchen mit fangfrischem Fisch

Der Magen meldet sich und wir laufen zum „Alten Strom“, um Fischbrötchen zu kaufen. Die Wahl fällt schwer, denn es werden Matjes, Bismarckhering, Rollmops, Brathering, Bückling, Forelle, Makrele, Seelachs und noch viele Sorten mehr angeboten.

Sonnenuntergang vereitelt

Am Abend warten wir am Strand auf den Sonnenuntergang. Die vielen Fotografen sind enttäuscht, denn kurz vor dem Eintauchen ins Meer ziehen Wolken vor der Sonne auf.

Ruhe in der Woche

Es ist Montag und eine völlig andere Atmosphäre im Ort und am Strand. Die vielen Wochenendurlauber sind verschwunden und Ruhe ist eingekehrt.

Wieder haben wir Sonne pur, allerdings bläst ein recht frischer Wind. Wir verbringen den Vormittag mit Spazierengehen am Strand und im Strandkorb sitzend. Mittags steigen wir in eines der vielen Rundfahrtschiffe, um eine Hafenrundfahrt zu machen. Es geht in den Rostocker Hafen, wo die „Norwegian Sun“ vor Anker liegt. Sie ist mit ihren 260 m Länge schon recht eindrucksvoll. Vorbei geht es am Containerschiff „Indipendent Voyager“ und der Warnowwerft. Die folgende Neptunwerft baut Flusskreuzfahrtschiffe, von denen eines fast fertig auf der Reede liegt. Die „Finnstar“ wartet auf ihre Abfahrt nach Helsinki.

Nach einer Stunde  wieder zurück am „Alten Strom“ besuchen wir ein Restaurant auf der Bahnhofsseite und ich esse eine wunderbar zarte Scholle. Man kann übrigens von Berlin aus sehr gut mit der Bahn hierher fahren.

Auf dem Rückweg machen wir Station in Schuster’s Strandbar gleich neben dem Teepott. Hier überkommt mich „caribbean feeling“.

Den Rest des Tages verbringen wir wieder im Strandkorb.

Auch an diesem Abend ist die Sonne beim Untergang von Wolken verdeckt.

Und schon ist Dienstag und wir müssen wieder nach Hause. Heute ist es richtig heiß, denn der Wind hat sich gelegt. Ein letzter Gang zum Strand und schweren Herzens Abschied nehmen.

Nächstes Reiseziel: Warnemünde

Warnemünde mit seinem kleinen Hafen, dem Fährverkehr und den Kreuzfahrtschiffen kann man jedem empfehlen, der außer Sonne,      Sand und Meer ein bisschen Abwechslung haben will.

An welches Meer fahren Sie lieber?

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1 Kommentar »

  • Parken und Meer meint:

    Ja Warnemünde hat einiges zu bieten :-) schön isses!!!!

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