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Lalibela – 8. Weltwunder Felskirchen

13. Januar 2011 3.910 Leser 0 Kommentare

Afrika - Lalibela Felskirchen Im Norden Äthiopiens, 2500 Meter über dem Meeresspiegel, liegt die heilige Stadt Lalibela. Dieses beeindruckende Zeugnis des afrikanischen Christentums gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und wird mit Recht das „achte Weltwunder“ genannt. Denn nicht weniger als 11 Kirchen meißelten Arbeiter hier aus dem Felsgestein roter Basaltlava. Jedes einzelne dieser architektonischen Monumente ist bis zu 10 Meter hoch und erstreckt sich auf einer Grundfläche von etwa 750 m². Weil die monolithischen Gotteshäuser in den Fels der Bergstadt hineingearbeitet wurden, sind sie teils unter den Horizont versenkt. Dadurch eröffnet sich ihr Anblick dem Betrachter erst aus nächster Nähe und verstärkt so die fantastische Wirkung des mystisch erscheinenden Ortes.

Jahrhundertwerk

100 Jahre dauerte der Bau der Felsenkirchen, die unterirdisch durch Tunnel miteinander verbunden sind. In uralten Sagen erzählen sich die Menschen noch heute, nachts hätten Engel die Baustellen bewacht. Die Legendenbildung kann verstehen, wer beispielsweise die Sankt-Georgs-Kirche („Bet Giyorgis“) bewundert, wie sie sich in Gestalt eines gigantischen Felsenkreuzes aus der Tiefe des einstigen Baugrundes erhebt. Faszinierend ist auch die Grabeskirche König Lalibelas („Bet Golgotha“) mit ihren wertvollen Kunstschätzen.

Die Könige Lalibelas

Gebra Maskal Lalibela, der bedeutendste König der sagenhaften Zagwe-Dynastie, war es auch, der den Bau der Felsenkirchen veranlasste. Er gab der heiligen Stadt auch seinen eigenen Namen. Gerade noch rechtzeitig, kurz vor dem Untergang seiner Dynastie im 13. Jahrhundert, konnten das Volk der Zagwe die einzigartigen Bauwerke fertig stellen. Amhaar Yekunno Amlak besiegte die Zagwe 1270 und beanspruchte den Thron Lalibelas. Einer Legende aus alten äthiopischen Schriften zufolge soll Amlak als später Nachfahre von König Salomon abstammen. Jedenfalls berief sich der neue Herrscher Lalibelas zeitlebens auf diese Legitimation.

Hinweise für Äthopien

Lalibela wird auch „Neu-Jerusalem“ genannt. In der Tat konzipierte die Dynastie der Zagwe ihre Hauptstadt als alternative Pilgerstadt zum israelitischen Jerusalem. Denn das geografische Zentrum der Christenheit war nur unter Lebensgefahr erreichbar. Schließlich mussten die frommen Reisenden aus Äthiopien durch islamisch dominiertes Gebiet.

Anreise in die Hauptstadt der Zagwe

Sie erreichen Lalibela am besten mit dem Flugzeug von Addis Abeba oder Axum aus. Der Airport liegt nur 10 km vor der Stadt und ist durch eine Buslinie mit dem Ortskern verbunden.

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