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Kolumbien – Land zwischen Ozeanen

26. Mai 2010 3.180 Leser 1 Kommentar

Kolumbien ist ein als Präsidialrepublik geführter Staat im nordwestlichen Teil Südamerikas, der sowohl an den Atlantik als auch den Pazifik angrenzt. Mit etwas mehr als 1,1 Millionen km² ist Kolumbien – dessen Name übrigens vom Entdecker Christopher Kolumbus abgeleitet wird – in etwa drei mal so groß wie Deutschland, aber gleichzeitig wohnen hier mit knapp 42 Millionen Menschen etwa halb so viele wie in Deutschland. Kultur- und Wirtschaftszentrum ist die Hauptstadt Bogotá, in der etwa jede(r) sechste Kolumbianer(in) lebt. Insgesamt leben 74 % der Bevölkerung in den Städten und den Ballungsgebieten wie bspw. den Tälern des Río Cauca und des Río Magdalena.

Klima und Landschaft

In Kolumbien werden sechs verschiedene Großräume unterschieden: die Anden, Karibisches Küstentiefland, Pazifisches Küstentiefland, Amazonien und Orinokien, sowie die Inseln.

Die Anden – das nach dem Himalaja zweitgrößte Gebirge der Welt – faszinieren vor allem wegen ihrer schieren Größe und ihren teilweise noch aktiven Vulkanen. Der mit 5.775 m höchste Punkt Kolumbiens, die Sierra Nevada de Santa Marta, liegt direkt an der Küste und ist gleichzeitig das höchste Küstengebirge der Welt.

Das Karibische wie das Pazifische Küstentiefland sind aufgrund ihrer klimatischen (tropisches Klima mit bis zu 10.000 mm Niederschlag im Jahr) und geografischen (weite Teile sind Sumpfgebiet)Verhältnisse dünn besiedelt und auch verkehrstechnisch kaum erschlossen.

Amazonien und Orinokien werden die Gebiete im tropischen Regenwald genannt, wobei die Flüsse in Amazonien in den Amazonas, den weltweit mit Abstand wasserreichsten und hinter dem Nil mit knapp 6.500 km zweitlängste Fluss der Erde, und die Flüsse Orinokiens in den Orinoco münden.

Zu Kolumbien gehören auch einige bekannte Inseln wie bspw. Fuerte im Atlantik und der Archipel von San Andrés und Providencia im Pazifik.

Sehenswürdigkeiten

Eine der Hauptattraktionen stellt die auf 2.400 m Höhe liegende kolumbianische Hauptstadt Bogotá mit ihrer weltberühmten Architektur dar, welcher noch heute Aufschluss über den Einfluss europäischer Kirchenorden in der Vergangenheit liefert.

Von Touristen noch häufiger besucht wird allerdings die an der Karibikküste gelegene Stadt Cartagena, deren Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. Die Karibikküste selbst kann mit zahlreichen Badestränden und Korallenriffen aufwarten. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich zudem Regenwaldtouren mit Leticia im Süden als Ausgangspunkt.

Beste Reisezeit

Aufgrund des von Deutschen in der Regel als anstrengend empfundenen tropischen Klimas sollten Reisen auf die trockenen Monate zwischen Dezember und März oder von Juli bis August unternommen werden.

Nützliches

Kolumbien ist zwar bei weitem nicht mehr so gefährlich wie noch vor wenigen Jahren als Bogotá die höchste Pro-Kopf-Mordrate weltweit aufwies, aber dennoch sollten die Sicherheitshinweise ernst genommen werden.

Würden Sie aus Sicherheitsbedenken auf eine Reise nach Kolumbien verzichten?

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1 Kommentar »

  • Lateinamerika Reisen meint:

    Man sollte sich Kolumbien keinesfalls aus Sicherheitsbedenken entgehen lassen! Die Lage ist weitaus besser als hierzulande angenommen, oder als in manchem Nachbarstaat Kolumbiens… Ich war vier Wochen mit dem Rucksack von Norden nach Süden unterwegs. Wo ich auch hinkam, die Menschen waren stets freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Was mich aber am meisten beeindruckt hat: Kolumbien ist eines der am meisten prosperierenden Länder in Südamerika. Man glaubt an eine bessere Zukunft und will die Zeiten der schlechten Nachrichten definitiv hinter sich lassen. Da spürt man überall.

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