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Mittelamerika – kreuz und quer

2. Juni 2009 4.824 Leser 0 Kommentare

Mittelamerika Guatemala Tikal Tempel Die folgende Rundreise führt Sie durch Guatemala zu berühmten Maya-Stätten, Richtung Süden zu weiteren Stätten der Maya-Kultur in Honduras, zur schönsten Stadt Mittelamerikas und einem Vulkan in Nicaragua zum touristisch erschlossenen Costa Rica.

Guatemala

In Guatemala begannen wir unsere Erlebnisreise Mittelamerika, voller Erwartung auf das koloniale Amerika, seine Kulturen und Landschaften. Zwar liegt Mittelamerika in den Tropen; es gibt jedoch aufgrund der vielen hohen Gebirge verschiedene Klimazonen und damit eine bunte Vielfalt an Tier- und Pflanzenwelten.

Autos kann man in allen mittelamerikanischen Ländern mieten. Einige Autovermietungen erlauben es jedoch nicht, mit dem Wagen in die Nachbarländer zu fahren, weshalb man sich besser vorher nach den Konditionen erkundigt. Abenteuerlustige durchqueren Zentralamerika am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies ist die einfachste Art, schnell mit den lebensfrohen und gastfreundlichen Menschen in Kontakt zu kommen.

Maya-Stätten Yaxha und Tikal

Nach einer Besichtigung der Hauptstadt Guatemala-Stadt brachen wir auf zu dem Ort Flores und der Mayastätte Yax-Ha. Die Ruinen liegen mitten im Urwald, eingebettet zwischen zwei Lagunen. Danach ging es weiter nach Tikal, einer der wichtigsten Maya-Stätten in ganz Mittelamerika. Dies sind mystische Orte, an denen man nur erahnen kann, wie weit die Maya-Kulturen entwickelt gewesen sein müssen. Der Grund für den geheimnisvollen Untergang der Maya konnte bis heute nicht sicher aufgeklärt werden.

Chichicastenango – Atitlán See

Um unsere nächsten Ziele zu erreichen, mussten wir – beziehungsweise unser Bus – hohe Berge erklimmen. Es ging hinauf auf die Hochebenen Guatemalas, wo es relativ kalt werden kann. Das Städtchen Chichicastenango ist berühmt für seinen farbenfrohen Indio-Markt, der donnerstags und sonntags stattfindet.

Anschließend ging es weiter nach Panajachel, dem Touristenort am schönen Atitlán-See.

Antigua

Wir brachen auf nach Antigua, der ehemaligen Hauptstadt Guatemalas. Sie wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders einladend sind die vielen kleinen, bunt dekorierten Restaurants und Cafés. Die Stadt und seine Umgebung kann man mit dem Pferd erkunden. Ausritte werden an mehreren Stellen in der Stadt angeboten.

Von Guatemala aus hat man zwei Möglichkeiten, nach Süden weiter zu reisen: entlang der Pazifik-Küste über El Salvador oder über die nördliche Grenze zu Honduras. El Salvador ist das kleinste Land Zentralamerikas. Wir wollten jedoch die berühmte Maya-Stätte von Copán kennen lernen und entschieden uns deshalb für den Weg über Honduras.

Honduras

In Richtung Süden erreichen wir Honduras. Direkt an der Grenze liegt das Städtchen Copán mit seinem berühmten archäologischen Park. Dies war einst das Wissenschafts- und Astrologie-Zentrum der Maya. Copán ist nach Tikal die bedeutendste Stätte der Maya-Kultur Mittelamerikas.

Durch Bananenplantagen hindurch fuhren wir weiter zum größtem Binnensee von Honduras, dem Lago Yojoa. Auf einer ausgiebigen Bootsfahrt konnten wir die wunderschönen Landschaften rund um den See bewundern.

In der Hauptstadt Tegucigalpa legten wir einen Zwischenstopp ein. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des malerischen Dörfchens Valle de Angeles in der Umgebung der Hauptstadt.

Nicaragua

Und immer weiter in Richtung Süden… Nach wenigen Stunden erreichten wir León, die frühere Hauptstadt Nicaraguas. Hier befindet sich die größte Kathedrale Mittelamerikas. Die Strecke führt weiter entlang des Managua-Sees über die heutige Hauptstadt Managua nach Granada, das als eines der schönsten Städte Mittelamerikas gilt.

Auf der Strecke liegt der Vulkan Masaya, auf dessen Krater man hinaufsteigen kann. Die aufsteigenden Schwefeldämpfe lassen keinen Zweifel daran, dass der Vulkan noch aktiv ist.

Costa Rica

In Costa Rica ist der Tourismus – im Vergleich zu seinen Nachbarländern – am weitesten entwickelt. Dies merkt man nicht nur an der besseren touristischen Infrastruktur, sondern vor allem an den Preisen, die höher als in den anderen mittelamerikanischen Staaten sind. Costa Rica ist ein Land für Naturfreunde. Hier finden sich eine Fülle von ökotouristischen Zielen, Urwäldern und Vulkanen. Idyllische Inseln und karibische Küsten laden zum Baden und Schnorcheln ein. Ein Höhepunkt ist der Nationalpark Tortuguero an der Karibikküste. Von Juli bis September kann man dort den Meeresschildkröten bei der Ei-Ablage und den Baby-Schildkröten beim Schlüpfen zusehen. Besonders schön sind auch die zahlreichen Hängebrücken im Land, die mitten im Urwald zwischen den Baumkronen gespannt sind, zum Beispiel im Selvatura Park. Dies ermöglicht, die Tier- und Pflanzenwelt von oben aus zu beobachten, also aus einer Perspektive, die man als Mensch normalerweise nicht zu sehen bekommt.

Von Costa Ricas Hauptstadt San José aus ging es dann wieder zurück nach Deutschland. Wer noch Zeit und Muße hat, kann die Reise bis Panama ausdehnen und dort einen Teil des Panama-Kanals durchqueren. Durch dieses Wunderwerk der Technik hat sich die Dauer der Schifffahrt erheblich verkürzt. So ist es jetzt möglich, die Strecke von New York nach San Francisco in 10.000 Kilometern zurückzulegen, im Gegensatz zu den 30.000, die man früher benötigte. Geografisch gesehen gehört Panama bereits zu Südamerika.

Der Streifzug durch Mittelamerika ging viel zu schnell zu Ende. Die Schönheit und schillernde Vielfalt dieser Länder bleiben ein unvergessliches Erlebnis.

Würden Sie eine Rundreise bevorzugen oder lieber gezielt ein einzelnes Land in Mittelamerika bereisen?

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