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Cochabamba – Die Stadt des Wasserkriegs

28. April 2009 5.101 Leser 0 Kommentare

Bolivien, Cochabamba - Leute auf Strasse Eine der größten Städte Boliviens ist die Stadt Cochabamba, mit etwa 90.000 Einwohnern und einer Fläche von 157 km². Sie ist Sitz einer Universität und Hauptstadt des umgebenen Departamento Cochabamba.

In dem fruchtbaren und dicht besiedelten Cochabamba-Tal befindet sich die Stadt in der Provinz Cercado auf circa 2.560 Meter über dem Meeresspiegel. Mit einer mittleren Temperatur von 18 Grad herrscht ein sonniges und moderates Klima. Das Stadtgebiet ist außerhalb des ebenen Zentrums teilweise sehr hügelig. Der Rio Rocha fließt nördlich und westlich des Zentrums. Südöstlich liegt der See Laguna Alalay.

Die 1994 errichtetet Christusfigur Christo de la Concordia ist das Wahrzeichen von Cochabamba. Sie steht auf dem Petersberg und ist 34,20 Meter hoch. An manchen Tagen kann die Statue, in welcher sich ein Treppenhaus und Aussichtsfenster befinden, bestiegen werden.

Die Plaza 14 de Septiembre mit der Kathedrale liegt im Zentrum der Stadt. Koloniale Architektur ist hier und um die nördlich gelegene Plaza Colon ausreichend zu finden, das Stadtbild wird ansonsten überwiegend von modernen Gebäuden geprägt. Viele Banken, Hotels und Restaurants sind auf dem so genannten El Prado Boulevard, welcher sich nördlich der Plaza Colón bis zum Rio Roche erstreckt.

In Cochabamba befindet sich außerdem der Straßenmarkt La Cancha. Es ist der größte Markt in Südamerika. Die Stände erstrecken sich über zahlreiche Straßenzüge und Plätze. Der Straßenmarkt hat täglich geöffnet und ist aus mehreren getrennten Märkten entstanden.

Eine der bedeutendsten Universitäten in Bolivien ist der ausgedehnte Campus der Universidad Mayor de San Simon, welche im Osten der Stadt liegt. Auf einem kleinen Höhenzug, mit den Hügeln Colina San Sebastian und La Coronilla, im Osten der Stadt gelegen, befindet sich ein Park mit hohem Erholungswert.

An die Frauen und Kinder, welche die Stadt 1812 im Unabhängigkeitstag gegen spanische Truppen verteidigten, erinnert ein Denkmal auf dem Coronilla. In den zahlreichen Museen der Stadt werden interessante Sammlungen und Fundstücke gezeigt. Als Touristenattraktionen sollten diese bei einem Besuch nicht ausgelassen werden.

Die Fiesta de la Virgen de Urkupina ist der Höhepunkt des religiösen und kulturellen Lebens und findet Mitte August statt. Es ist eine viertägige Feier, welche zu Ehren der Jungfrau Urkupina, der Schutzpatronin der Stadt, gefeiert wird. Gottesdienste, verschiedener Arten von Segnungen und Gebräuchen finden zu diesem Zeitpunkt statt.

Der Aeropuerto Jorge Wilstermann ist der internationale Flughafen von Cochabamba. Er ist der Heimatflughafen der Lloyd Aereo Boliviano. Mit dem Rest des Landes ist Cochabamba über eine fast durchgehende asphaltierte Hauptstraße nach Oruro, La Paz und Santa Cruz verbunden. Die einfachste Reisemöglichkeit ist per Flugzeug, aber es bieten sich auch Möglichkeiten, auf dem Landweg einzureisen. Einige Reiseveranstalter bieten spezielle Busreisen nach Cochabamba an. Von Frankfurt aus, ebenso von Wien oder auch Zürich, ist es möglich mit der Fluggesellschaft LAN Chile als auch mit Iberia, mit einem Zwischenstopp in Madrid sowie Lima, nach Bolivien anzureisen.

Um einreisen zu können, wird ein Reisepass benötigt, welcher mindestens noch ein halbes Jahr gültig sein muss. Für Kinder reicht ein Kinderausweis. Sollte ein Kind mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil reisen, so ist eine Vollmacht eines gesetzlichen Vertreters notwendig. Bei der Ankunft am Flughafen wird für 90 Tage eine Aufenthaltserlaubnis im Pass eingetragen. Bei der Einreise auf dem Landweg kann es vorkommen, dass nur 30 Tage eingetragen werden, dies sollte sofort bei den entsprechenden Behörden beanstandet werden. Ebenso ist bei der Einreise ein Impfzertifikat für Gelbfieber vorzulegen. Hierbei ist zu beachten, dass diese Impfung mindestens zehn Tage vor der Reise ausgestellt wurde.

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