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Burgentour Madrid auf eigene Faust – Teil 1

18. April 2009 5.677 Leser 0 Kommentare

Pedraza Segovia Spanien Urlaub in Spanien, da denken die meisten doch an Mallorca, Costa Brava oder Costa Blanca. Dabei hat Spanien so viel mehr zu bieten. Eine meiner schönsten Reisen war die Burgentour rund um Madrid.

Nach 2 Tagen im lebhaften Madrid freuten wir uns auf das ruhige Landleben. Die erste Begegnung waren Kampfstiere in Solo del Real, die uns aber glücklicherweise ignorierten.

Spanien Manna auf Esel Unser erster Stopp war in Manzanares el Real am Stausee von Santillana. Hier steht eine der schönsten Burgen Kastiliens, eine richtige Bilderbuchburg. Unter Karl V. wurde sie ausgebaut. Heute dient sie als Burgenmuseum. Aber fast noch mehr haben mich die vielen Storchennester im Ort beeindruckt. Alleine auf dem Kirchturm gab es vier Nester mit Storchenfamilien. Da wußte ich noch nicht, dass dieses Bild uns auf der ganzen Reise begleiten würde.

Spanien Segovia Natürlich konnten wir das Bourbonenschloss San Ildefonso de la Granja nicht auslassen, eine Schöpfung des in Frankreich geborenen Philipp V. Es gibt hier schöne Gärten mit herrlichen Brunnen, kunstvollen Figuren und ideenreichen Wasserspielen.

Auf nach Segovia. Was sahen wir beim Blick aus unserem unter dem Dach gelegenen Hotelfenster?! Storchennester!! Auch hier gab es gleich mehrere Nester auf einem Dach.

Spanien Coca Hier beeindruckte uns das 728 m lange römische Viadukt, das in zwei Stockwerken das tief eingeschnittene Tal überbrückt, dann doch noch mehr. Dahinter befindet sich die Altstadt. Granitblöcke sind zu 118 luftigen Bögen übereinander gestapelt. Sie sind so gut bearbeitet, dass die Erbauer weder Mörtel noch Klammern zum Befestigen benötigten. Es ist das zweitgrößte Bauwerk Spaniens aus römischer Zeit. Wir standen ehrfürchtig staunend vor diesem imposanten Bauwerk.

Spanien Casa de los picos Segovia In der Altstadt steht eines der berühmtesten Häuser Spaniens, der Adelspalast „Casa de los Picos“. Die Mauern des alten Palastes sind über und über mit regelmäßig angeordneten vierseitigen Pyramiden versehen, die je nach Sonnenstand wechselnde Schatten werfen. Weiterhin sehenswert ist die Kathedrale und der Alcazar, das königliche Schloss.

Wir verließen Segovia und kamen nach etwa 30 km in das Städtchen Turégano, das von einer aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammenden Burg überragt wird, die aber wegen Einsturzgefahr nicht zu besichtigen war. Natürlich gab es auch hier die obligatorischen Störche.

Spanien La Granja Unser nächstes Ziel war der hoch über einer Schleife des Rio Duratón aus der Römerzeit stammende Ort Sepulveda. Er diente uns als Ausgangspunkt für den schluchten- und felsenreichen Parque Natural „Hoces del Rio Duratón“. Wir liefen den etwa 90-minütigen Wanderweg durch den Park und konnten alle möglichen Arten von Adlern, Geiern und anderen Vögeln sehen, die man aber nur mit einem guten Fernglas und Artenkenntnis unterscheiden kann. Trotzdem immer wieder schön, Tiere in freier Natur beobachten zu können. In den Felswänden konnte man ihre Höhlen erkennen. Unterwegs begegnete uns ein auf einem Esel reitender Bauer, für uns ein archaischer Anblick.

Spanien Penafiel Wir fuhren südlich nach Pedraza, ein uraltes Städtchen, das nur über einen einzigen Eingang zu betreten ist und eine wuchtige Burg beherbergt. In der Burg befindet sich heute ein Museum.

Wir schwenkten nach Westen und fanden in Coca ein Backsteinschloss im Mudejarstil mit Türmen, Zinnen, Schießscharten, Gräben und Mauern wunderbar erhalten und seit 500 Jahren fast unverändert. Leider war es montags geschlossen, so dass wir es innen nicht besichtigen konnten.

Spanien Sto. Domingo de Silos Eine der schönsten Burgen Kastiliens ist Peñafiel. Diese aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg mit seiner vollständig erhaltenen 210 m langen und 17 Türmen versehenen Mauer zieht sich auf einer Anhöhe entlang. Ein riesiges, leuchtend rotes Mohnfeld kontrastierte wunderbar zu ihren weißen Mauern. Mit seinem gewaltigen Bergfried, etwa in der Mitte der Längsseite, sieht es von weitem wie ein riesiger Dampfer aus.

Spanien Manzanares Nach einer Fahrt am Duero entlang überquerten wir den Fluss über eine vielbogige Brücke und landeten in Aranda de Duero mit einer nicht ganz so spektakulären Stadtmauer.

Wir machten einen Abstecher nach Peñaranda de Duero, um uns die aus dem 17. Jhdt. stammende Apotheke – heute ein Museum – anzusehen. Es gibt auch eine Burgruine. Bevor es weiter nach Burgos ging, machten wir einen Abstecher und liefen zu Fuß durch die enge und tiefe Garganta de la Yecla. Über uns kreisten Adler.

Spanien Manzanares Am Ziel erwartete uns das Monasterio Santo Domingo de Silos mit seinem wunderschönen romanischen Kreuzgang, der sicher zu den schönsten Spaniens zählt. An den filigran gearbeiteten Kapitellen aus dem 11. Jahrhundert steht man Löwenadlern und Monstern gegenüber. Die Mönche von Silos wurden durch ihre Gregorianischen Gesänge bekannt. Im Monasterio gibt es eine sehenswerte Klosterapotheke.

Als nächstes Etappenziel besuchten wir die Ruine des Monasterio de San Pedro de Arlanza, das als Geburtsort Kastiliens gilt. Vorbei an der Sierra de las Mamblas ging es nun nach Burgos. Aber darüber erzähle ich demnächst, denn hier endet vorläufig mein Bericht. Unsere Tour aber noch lange nicht. Sie führte uns gen Westen und Süden. Wenn ich euer Interesse geweckt habe, guckt bei Gelegenheit wieder herein.

Die Fortsetzung dieses Reiseberichtes finden Sie im 2. Teil zu Burgentour Madrid auf eigene Faust.

Reisen Sie lieber pauschal oder in einer Reisegruppe?

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