Startseite » Amerika

Bolivien – Zwischen Tradition und Moderne

24. Januar 2012 3.228 Leser 0 Kommentare

Top 10 Reiseziel 2012: Bolivien Die natürliche Schönheit und Vielfalt Boliviens sucht in Südamerika ihresgleichen und Entdeckern hat das Land Erstaunliches zu bieten: Gebirge und Hochebene, Salzwüste, Titicacasee und Regenwald sorgen für einen abwechslungsreichen Urlaub. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehört indigenen Völkern an, von denen die meisten Quetschua und Aymara sprechen. Bolivien ist ein sehr traditionelles Land. Sogar in den Großstädten sieht man viele Frauen in ihren typischen Trachten.

Naturschönheiten Boliviens

Das Binnenland besitzt zwar keinen Meereszugang, jedoch mit dem Titicacasee eines der höchstgelegenen Gewässer der Welt. Die schwimmenden Inseln aus Schilf, die uralten Traditionen der Bewohner und die faszinierende Landschaft machen den Titicacasee zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Nicht verpassen sollten Sie die Isla del Sol, die laut einer Legende die Geburtstätte der Inka ist. Besucher können auf der Insel einsame Strände und über heilige Inka-Ruinen entdecken.

Ein weiteres Highlight eines Bolivien-Urlaubs ist der Salar de Uyuni im Südwesten des Landes, nahe der Grenze zu Chile. Der mit mehr als 10.000 Quadratkilometern größte Salzsee der Welt ist eine bizarre, weiße Landschaft, die bei Feuchtigkeit zu einem gigantischen Spiegel wird. Auf mehrtägigen Touren können der Salar sowie die zahlreichen nahe gelegenen Lagunen erkundet werden, von denen die Laguna Verde sowie die Laguna Colorada die Höhepunkte darstellen.

Im Amazonasbecken befinden sich die Nationalparks Noel Kempff Mercado sowie der schwer zugängliche Madidi, wo sich hautnah die Artenvielfalt des Regenwaldes erleben lässt. Mit etwas Glück können Anacondas, Taranteln, Krokodile, Raubkatzen, aber auch harmlosere Tiere wie Kakadus und verschiedene Affenarten gesichtet werden.

Interessante Kolonialstädte

Bei aller landschaftlicher Schönheit sollten Besucher die Städte, die interessante Kolonialbauten beherbergen, nicht vernachlässigen. Die größte und gleichzeitig reichste Stadt des Landes ist Santa Cruz, doch finden die meisten Reisenden wenig Gründe, sich länger dort aufzuhalten.

Interessanter ist die zweitgrößte Stadt La Paz, Regierungssitz des Landes. In einem Tal erbaut, hat sie sich langsam den Berg hochgearbeitet, so dass der Höhenunterschied zwischen dem Zentrum von La Paz und dem noch jungen El Alto unglaubliche 900 Meter beträgt.

Die wohl schönste Stadt Boliviens ist die offizielle Hauptstadt Sucre. Ihre schneeweißen, hervorragend erhaltenen Kolonialbauten machen sie zu einer der beeindruckendsten Städte ganz Südamerikas. Seit 1991 wird die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gezählt.

Bereits 4 Jahre zuvor wurde die Bergbaustadt Potosí, eine der höchstgelegenen Städte der Welt, in diese Liste aufgenommen. Die ehemals reichste Stadt des Kontinents verdankte ihren Wohlstand dem Cerro Rico, dem „Reichen Berg“, in dem tausende Sklaven unter den Kolonialherren schufteten und häufig ihr Leben ließen. Ein Teil des Gewinns aus den Silbervorkommen wurde in die prunkvolle Architektur der Altstadt investiert. Heute ist Potosí arm und aufgrund des Mangels an Alternativen arbeiten noch immer Menschen in den Tiefen des Berges unter desaströsen Bedingungen. Bei einer geführten Besichtigung können sich Besucher ein Bild davon machen.

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar!

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar oder einen Trackback von Ihrer Seite. Sie können auch Kommentare mit RSS abonnieren.

Seien Sie höflich. Bleiben Sie anständig. Schreiben Sie zum Thema. Wir tolerieren keinen Spam.