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Tasmanien – Australiens kleine Schwester

23. Januar 2012 2.412 Leser 0 Kommentare

Wineglass Bay - Tasmanien 240 Kilometer südlich von Australien liegt Tasmanien, eine Insel von wilder Schönheit und mit bewegter Vergangenheit. Die ersten Siedler waren britische Sträflinge, die zusammen mit ihren Bewachern von Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts auf die als Strafkolonie vorgesehene Insel gebracht wurden. Das brutale System der britischen Besatzer, von dem heute noch die Ruinen von Port Arthur zeugen, weitete sich schnell aus und gipfelte in der grausamen Verfolgung der Ureinwohner. Die letzte vollblütige tasmanische Aborigine starb im Jahr 1876, 15 Jahre nachdem der letzte Sträflingstransport auf der Insel eingetroffen war. Überreste der Aborigines, die hier Tausende von Jahren gelebt hatten, sind in Felsmalereien, Reliefs und einer Aura von Spiritualität zu spüren, welche viele Schauplätze umgibt.

Berauschende Natur

Trotz seiner rauen Vergangenheit ist Tasmanien eine ruhige Insel mit größtenteils unberührter Natur. Mehr als 20 Prozent der Landschaft sind Weltnaturerbe und fast ein Drittel des gesamten Areals ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. An der Ostküste Tasmaniens liegt der Freycinet National Park, ein Ort, der wie ein verwunschenes Paradies anmutet. Schroffe Granitfelsen, überzogen mit einem Hauch von Pink, spektakuläre weiße Strände, sanfte Auen, Heidelandschaften, Stranddünen und Eukalyptus-Wälder ziehen Betrachter in ihren Bann. Hier können Seeadler, Wallabies, Robben und Delphine ebenso bewundert werden wie der Buckelwal und der Südkaper, eine zu den Glattwalen zählende Walart, die auf ihren Wanderungen von Mai bis August an Tasmanien vorüberzieht. Von Coles Bay aus führen viele Wege in die faszinierende Umgebung. Das Moulting Lagoon Game Reserve ist ein wichtiges Brutgebiet für wilde Enten und rund 10.000 schwarze Schwäne. Vom Cape Tourville Lighthouse aus bietet sich ein umwerfender Blick auf die einzigartig schöne Wineglass Bay, die auf der Liste der Top-Strände der Welt ganz weit oben steht.

Unglaubliche, teilweise bedrohte Artenvielfalt

Seit der Ankunft der Europäer sind in Tasmanien ungefähr 30 Tier- und Pflanzenarten ausgestorben. Unter ihnen war der bekannte Tasmanische Tiger, dessen letztes Exemplar im Jahr 1936 in einem Zoo verstarb. Über 600 verschiedene Tier- und Pflanzenarten stehen heute auf der Liste der gefährdeten Spezies, darunter der Tasmanische Teufel, der mit etwas Glück gesehen werden kann. Auch eingeschleppte Füchse und wilde Katzen sind eine potentielle Bedrohung für die gefährdete Tierwelt Tasmaniens. Viele der in Tasmanien heimischen Baumarten sind unverwechselbar und können ein hohes Alter erreichen. Die landestypische Huon Pine kann über 1.000 Jahre alt werden. Die unvergleichliche Flora und Fauna Tasmaniens lässt jeden Besucher in Ehrfurcht erstarren.

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