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Laos – Land der Gelassenheit

23. Januar 2012 2.667 Leser 2 Kommentare

Kinder - Laos Das drittkleinste Land Südostasiens stand in den 70er Jahren aufgrund interner Konflikte kurz vor dem Zusammenbruch und fast ein Zehntel der Bevölkerung verließ das Land. In der Folge erholte sich der einzige Binnenstaat der Region jedoch und hat sich Besuchern seit einigen Jahren wieder geöffnet. Die lange Abschottung nach außen hat einen für interessierte Reisende sehr positiven Nebeneffekt: Laos ist eines der ursprünglichsten Länder der Region – die Traditionen, Lebensweise und Rituale der Menschen haben sich aufgrund des fehlenden westlichen Einflusses kaum verändert.

Liegender Buddha - Luang Prabang in Laos Laos-Besuchern eröffnet sich ein Blick in das Herz und die Seele Südostasiens. Durch die geringe Bevölkerungsdichte ist die Natur des Landes noch weitgehend unberührt. In der Bergkette der Annamiten und den vom Mekong durchschnittenen Tälern lebt eine im Vergleich zu den Nachbarländern deutlich größere Population an wilden Tieren. Zu ihnen gehören der Kleine Panda und der Gibbon sowie Leopardenkatzen, Moschushirsche, Tiger und Flussdelfine.

Die Hauptstadt Vientiane hat ihren verruchten Ruf früherer Jahre inzwischen abgelegt und präsentiert sich nun deutlich sauberer und einladender als noch vor 20 Jahren.

Laos - Hauptstadt Vientiane Sie liegt in einer Schlaufe des Mekong und trotz ihrer Funktion als Hauptstadt und größter Stadt des Landes ist sie überschaubar geblieben. Die verschiedenen Tempelanlagen lohnen ebenso einen Besuch wie die Nachtmärkte mit authentisch laotischem Essen. Auch ein Ausflug nach Luang Prabang sollte eingeplant werden. Die Stadt liegt malerisch am Zusammenfluss von Nam Khan und Mekong. Aufgrund der kulturellen Bedeutung und der Mischung aus laotischer sowie französischer Kolonialarchitektur wurde die alte Königsstadt 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. 32 der vorkolonialen Tempelanlagen sind noch erhalten und können besucht werden. Außerhalb der Stadt lohnen die Höhlen von Pak Ou sowie der beeindruckende Kuang-Si-Wasserfall einen Besuch.

Geschmückte Statue im Nationalmuseum Vientiane Der touristisch weniger erschlossene Süden hält für jene, die gern abseits ausgetretener Pfade wandeln, weitere Höhepunkte bereit. Landschaftlich reizvoll sind die „4000 Inseln“ des Mekong, wo man mit etwas Glück die vom Aussterben bedrohten Irrawaddy-Flußdelphine sehen kann. Auch das fruchtbare Bolaven-Plateau mit seinen spektakulären Wasserfällen und den Kaffee-Feldern ist eine Augenweide. Besonders interessant sind die jährlichen Zeremonien der Mon-Khmer-Völker, bei denen Büffel geopfert werden. Geschichtlich interessierte Besucher sollten sich auf den Ho-Chi-Minh-Pfad begeben. Die Viet Minh nutzten ihn während des Krieges gegen die französische Besatzungsmacht. Durch die Abgelegenheit des Pfades haben bis heute kaum Aufräumarbeiten stattgefunden. Mitten in den Wäldern finden sich noch Hubschrauber, Kriegsmaterial und zerstörte Ortschaften.

2 Kommentare »

  • Asien-Reisender meint:

    Ja, Laos ist ein wunderschoenes Land. Und auch urspruenglich und wie aus der guten alten Zeit. Ich fand es bei meiner Reise nur schwer, das „wahre“ Laos zu finden, weil man ja von den Haupt-Touristen-Wegen in Laos nur ganz schwer wegkommt.
    Naechstesmal schnappe ich mir einfach ein Fahrrad und fahre von Dorf zu Dorf. Habe welche getroffen, die genau das gemacht haben. Sehr beeindruckend!

  • Fabio Bacigalupo meint:

    Eine Fahrrad-Reise durch Laos und Süd-Ost-Asien allgemein will sehr, sehr gut geplant sein! Zwischen den „Haupt-Touristen-Wegen“ befinden sich häufig nur kleinste Dörfer und in jedem Fall viel Natur. Das Land ist dazu noch ordentlich hügelig.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Regierung Individualreisende mit dem Fahrrad gerne sieht…

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